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Bildungsgerechtigkeit durch bedarfsorientierte Ressourcensteuerung vorantreiben

Ein aktueller Beitrag aus der Bildungsforschung zeigt, wie Schulen in herausfordernden Lagen gezielt unterstützt werden können

In Deutschland hängt der Bildungserfolg noch immer stark von der sozialen Herkunft ab. Die neue Ausgabe von „Wissen aus der Bildungsforschung“ zeigt, wie eine bedarfsorientierte Ressourcensteuerung dazu beitragen kann, diese Ungleichheiten abzubauen.

Warum gleiche Ressourcen nicht ausreichen

Schulen in benachteiligten Regionen stehen häufig vor besonders großen Herausforderungen. Dazu zählen unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sprachliche Hürden, ein erhöhter Unterstützungsbedarf sowie oftmals begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen.

Die Veröffentlichung fasst aktuelle Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung zusammen und zeigt auf, warum eine gleichmäßige Verteilung von Ressourcen allein nicht ausreicht, um gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Stattdessen benötigen Schulen je nach sozialem Umfeld unterschiedliche Formen und Umfänge der Unterstützung. Im Mittelpunkt steht deshalb die Frage, wie vorhandene Mittel gerechter und bedarfsorientierter verteilt werden können. Ziel einer bedarfsorientierten Ressourcensteuerung ist es, Schulen mit besonderen Herausforderungen gezielt zu unterstützen und damit bessere Bildungschancen für alle Bildungsbenachteiligten zu schaffen.

Forschungsprojekt untersucht Umsetzung in Deutschland

Grundlage der aktuellen Veröffentlichung sind unter anderem Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Abbau von Bildungsbarrieren durch bedarfsorientierte Ressourcensteuerung“, kurz ABBAUBAR. Das Forschungsteam untersuchte den Umsetzungsstand sowie die Zielsetzungen bedarfsorientierter Ressourcensteuerung in Deutschland. Im Mittelpunkt standen Modelle der Ressourcensteuerung, die bereits vor der Einführung des Startchancen-Programms bestanden. Durch Befragungen und Datenanalysen wurden strukturelle Rahmenbedingungen und Entscheidungswege in der Bildungsverwaltung untersucht. Die Ergebnisse des Projekts flossen bereits in die Gestaltung und Evaluation des bundesweiten Startchancen-Programms ein.

Gezielte Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit

In der Veröffentlichung werden bereits etablierte Instrumente der bedarfsorientierten Ressourcensteuerung aufgeführt, wie zusätzliche finanzielle Mittel, mehr pädagogisches Personal, gezielte Förderangebote oder besondere Unterstützungsmaßnahmen für Schulen mit erhöhtem Bedarf. Darüber hinaus wird dargestellt, welche Kriterien genutzt werden können, um Unterstützungsbedarfe zu identifizieren und Ressourcen zielgerichtet einzusetzen. Diese Maßnahmen sollen Schulen in die Lage versetzen, die besonderen Bedürfnisse ihrer Schüler*innen besser zu erfüllen und die Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen langfristig zu verbessern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Hintergrund zur Reihe „Wissen aus der Bildungsforschung“

Die Kommunikationsreihe „Wissen aus der Bildungsforschung“ macht aktuelle Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung in kompakter Form für Bildungspraxis, Verwaltung, Politik und interessierte Öffentlichkeit zugänglich, um den Transfer zwischen Forschung und Praxis zu stärken. Dabei stehen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, Bildungsgerechtigkeit sowie die Weiterentwicklung des Bildungssystems im Mittelpunkt.

Die Reihe ist Teil des Rahmenprogramms empirische Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Weitere Informationen und die vollständige Ausgabe finden Sie hier:
Bedarfsorientierte Ressourcensteuerung

Weitere Informationen zur Kommunikationsreihe:
Wissen aus der Bildungsforschung

Informationen zum Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung:
Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung

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