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Ganztagsbildung auf dem Vormarsch: Mehr Familien nutzen Angebote

Der dritte GaFöG-Bericht stellt den Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder der Bundesregierung dar.

Immer mehr Familien in Deutschland setzen auf Ganztagsangebote für Grundschulkinder. 57 Prozent der Sechseinhalb- bis Zehneinhalbjährigen, das sind ca. 1,9 Millionen Grundschulkinder, besuchten im Schuljahr 2023/24 eine Ganztagsschule oder einen Hort. Gleichzeitig sind bereits 73 Prozent aller Grundschulen ganztägig organisiert. Doch wie sieht die Zukunft aus? Und was bedeutet das für Eltern, Schulen und Kommunen? Der Dritte Bericht zum Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder nach § 24a SGB VIII (GaFöG-Bericht) liefert erste Antworten.

Besonders bemerkenswert: Der prognostizierte Ausbaubedarf hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verringert. Das liegt vor allem daran, dass Bund, Länder, Kommunen und Träger gemeinsam nicht nur neue Plätze geschaffen, sondern auch die Qualität der Angebote kontinuierlich verbessert haben. Elternwünsche und demografische Entwicklungen wurden dabei gezielt berücksichtigt.

Ganztagsangebote: Hohe Nachfrage, weniger Ausbaubedarf

Ein zentrales Ergebnis des aktuellen GaFöG-Berichts: 73 Prozent aller Grundschulen sind mittlerweile ganztägig organisiert. Diese Zahl unterstreicht den Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen und zeigt, dass Ganztagsbildung längst zur Normalität wird.

Die Zahl der in der Ganztagsschulstatistik der Kultusministerkonferenz (KMK-Statistik) und der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH-Statistik) erfassten Kinder im Grundschulalter ist zwischen 2022/2023 und 2023/2024 in den meisten Ländern gestiegen. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Hessen und Nordrhein-Westfalen (jeweils um zehn Prozent) sowie Niedersachsen (sieben Prozent), gefolgt von Bremen (sechs Prozent), Brandenburg und Rheinland-Pfalz (jeweils fünf Prozent).

Elternperspektive und digitale Aufbereitung: Was der Bericht sonst noch bietet

Der GaFöG-Bericht legt in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Sicht der Eltern. Wie Familien die Ganztagsangebote bewerten und welche Bedarfe und Wünsche sie haben, steht im Mittelpunkt des Themenschwerpunkts „Ganztags aus Elternperspektive“. Er verdeutlicht, dass der Ganztag von Eltern als elementarer und entlastender Bestandteil des Familienlebens wahrgenommen wird. Zudem schätzen sie es, wenn über die Betreuung hinaus auch ein qualitativ hochwertiges Angebot besteht, mit dem die Bildungsprozesse der Kinder gefördert werden. 

Einen schnellen Überblick zu den aktuellen Ergebnissen des GaFöG-Berichts 2025 bietet das digitale Web-Magazin mit grafisch aufbereiteten Ergebnissen. Der vollständige Bericht sowie eine Kurzfassung sind hier abrufbar recht-auf-ganztag.de.

Ganztagsbildung weiterdenken: Kongress 2026 in Berlin

Raum für Akteure aus Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um aktuelle Fragen des Ganztagsausbaus zu diskutieren, bietet der nächste Ganztagskongress. Wo bestehen noch Brüche, wo müssen Brücken gebaut werden? Wo liegt das Potenzial, voneinander zu lernen und gemeinsam Impulse zu setzen, um Übergänge gut zu gestalten? Diese Fragen werden am 22. und 23. Juni 2026 in Berlin unter dem Titel „Übergänge weiterdenken“ diskutiert.

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