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Bildungsnetzwerke und Koordination im Ganztag mitgestalten
Veranstalter: Extern
Mit dem fortschreitenden Ausbau des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen stehen u.a. kommunale Bildungslandschaften und deren koordinierende Strukturen stärker denn je im Fokus der fachpolitischen und pädagogischen Diskussion. Kommunale Koordination von Ganztagsbildung stellt dabei ein zentrales Element für die bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Gestaltung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote dar. Dabei geht es nicht nur um die institutionelle Vernetzung der relevanten Akteure, sondern auch um die Etablierung tragfähiger Koordinierungsstrukturen und die Herstellung von Verbindlichkeit und Transparenz über bestehende Angebote in sozialräumlichen Kontexten. Kommunale Netzwerke zeichnen sich durch die Kooperation unterschiedlicher Bildungsakteure aus frühkindlicher Bildung, Schule, Jugendhilfe, Kultur und weiteren Feldern aus und zielen darauf ab, Bildung als durchgängigen, sozialräumlich verankerten Prozess zu gestalten.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen rückt die Frage nach der effektiven Gestaltung und Steuerung kommunaler Bildungsnetzwerke in den Blickpunkt professioneller Bildungsarbeit und Leitungspraxis. Welche Rollen kommen den kommunalen Trägern, schulischen und außerschulischen Partnern sowie den Leitungsteams zu, wenn es gilt, Bildungsangebote rhythmisierend und qualitativ orientiert auszurichten? Wie können Koordinationsprozesse institutionell verankert werden, damit sie der Komplexität multiprofessioneller Zusammenarbeit gerecht werden? Und welche strategischen, strukturellen und ressourcenseitigen Voraussetzungen sind erforderlich, um die Chancen, die in einer im Sozialraum vernetzten Kommune liegen, tatsächlich zu realisieren?
Gemeinsam mit Melanie Seidel (Regionale Entwicklungsagentur Bayern Nord) und Julia Klausing (Regionale Entwicklungsagentur Hessen) wird erörtert, wie kommunale Vernetzung im Kontext des Ganztags systematisch gestaltet, koordiniert und weiterentwickelt werden kann. Ziel ist es, einen fachlich fundierten Dialog zu führen, der sowohl die Herausforderungen als auch die Potenziale einer kooperativen Bildungs- und Betreuungslandschaft für Kinder und Familien sichtbar macht.
Die GEW hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam Strategien zu entwickeln, die die Herausforderungen adressieren und das enorme Potenzial multiprofessioneller Leitungsteams im Sinne einer ganzheitlichen und inklusiven Bildung und Betreuung ausschöpfen. Als Bildungsgewerkschaft strebt die GEW einen fachlich fundierten Dialogprozess an, der Expert*innen aus der Praxis und der Politik einbezieht und die Fragen des Rechtsanspruchs, der Chancengleichheit und der Qualität stets miteinander verbindet.
Anmeldung:
Melden Sie sich direkt unter folgendem Link an: Anmeldung auf der GEW-Website
Ort:
Online. Der Zugangslink wird vor der Veranstaltung versendet.
Kontakt:
Alessandro Novellino
Referent im OB Jugendhilfe und Sozialarbeit
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt
Telefon: 069/78973-312
E-Mail: Alessandro.Novellino@gew.de
