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Gemeinsam für starke kommunale Bildungslandschaften

Zum Auftakt der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026 haben Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht

Am 16. und 17. Juni 2026 kamen über 500 Teilnehmende aus Bund, Ländern und Kommunen, Expert*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie weitere Bildungsakteur*innen, Fachkräfte und Engagierte bei der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Bundeskonferenz der Transferinitiative stand das Thema Bildungsgerechtigkeit. Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort“ wurde zwei Tage lang diskutiert, wie Kommunen Bildungsbiografien besser unterstützen, strukturelle Barrieren abbauen und allen Menschen, unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebenslage, Zugang zu Bildung und bessere Bildungschancen ermöglichen können.

Zur Eröffnung der Konferenz haben Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung kommunaler Bildungslandschaften verabschiedet. Darin bekräftigen sie ihre gemeinsame Verantwortung, Bildung vor Ort so zu gestalten, dass mehr Bildungsgerechtigkeit, bessere Teilhabe und verlässliche Bildungszugänge für alle Menschen ermöglicht werden.

Mehr über die Bundeskonferenz

 

Gemeinsame Erklärung von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden

Die Erklärung hebt drei zentrale Punkte zur Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit in Deutschland hervor:

  1. Ganzheitliche Bildung vor Ort als Katalysator für mehr Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit.

Bildung wird als ganzheitliche Gemeinschaftsaufgabe verstanden, bei der formale, non-formale und informelle Bildungsangebote enger miteinander verzahnt werden müssen, um mehr Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Resilienz zu ermöglichen.

  1. Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) als Schlüssel für zielgerichtete Bedarfs- und Ressourcenplanung in kommunalen Bildungslandschaften.

Ein DKBM wird als zentraler Hebel hervorgehoben. Durch verlässliche Daten, Bildungsmonitoring und digitale Instrumente sollen Bedarfe vor Ort präziser erkannt, Ressourcen zielgerichteter eingesetzt und bildungspolitische Entscheidungen besser fundiert werden.

  1. Transfer von Erkenntnissen aus Wissenschaft, Politik und kommunaler Praxis, die die Bildung in Deutschland nachhaltig verbessern können, zwischen Bund, Ländern und Kommunen stärken. 

Es wird dafür plädiert, dass gute Beispiele und Ansätze aus dem kommunalen Bildungsmanagement gemeinsam diskutiert und in die Praxis weitergegeben werden sowie auf unterschiedliche Rahmenbedingungen anwendbar sind.

Staatssekretärin Petra Bahr betonte in ihrer Rede bei der Bundeskonferenz, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen für einen modernen kooperativen Bildungsföderalismus ist. Gerade das kommunale Bildungsmanagement leiste einen entscheidenden Beitrag, indem es Akteure zusammenbringt, datenbasierte Entscheidungen unterstützt und Bildungslandschaften vor Ort stärkt.

Download der Erklärung

 

REAB Hessen bei der Bundeskonferenz

Die REAB Hessen gestaltete die Bundeskonferenz aktiv mit. In einer Fishbowl diskutierten Carolin Seelmann (REAB Hessen, involas), Nora Schrimpf (Arbeit und Leben Hessen), Dr. Judith Lechner (VHS Hanau) und Dr. Sabine Schwarz (Kompetenzzentrum GrundbildungsPFADE, Lernende Region – Netzwerk Köln e.V.), wie Kommunen durch nachhaltig verankerte Grundbildung mehr Bildungsgerechtigkeit direkt vor Ort umsetzen können. Grundbildung wurde dabei als ein zentraler und oft übersehener Baustein von Bildungsgerechtigkeit hervorgehoben, der systematischer und integrativer in kommunalen Bildungslandschaften mitgedacht werden sollte.

Am Markt der Möglichkeiten betreute die REAB Hessen gemeinsam mit der Stiftung Grundbildung Berlin, dem Kompetenzzentrum GrundbildungsPFADE, Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. und dem vhs-Lernportal die gemeinsame Themeninsel „Grund- und Weiterbildung“. Dort konnten die Besucher*innen mit interaktiven Spielen mehr über das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement und die genannten Querschnittsthemen erfahren.

 

Bundesweite Kampagne des Fachnetzwerks

Die Bundeskonferenz wird von der bundesweiten Kampagne „Kein Platz für Zufall: Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort“ begleitet. Von Mai bis November 2026 werden in Testimonials erfolgreiche Ansätze aus Kommunen und von Bildungsakteur*innen präsentiert, die gezielt die Bildungschancen verbessern. Die REAB Hessen unterstützt die bundesweite Kampagne und bringt die hessische Perspektive ein. Das erste hessische Testimonial von Katja Schöne, Leiterin der Abteilung Bildungsmanagement und ‐planung der Stadt Kassel, über das Kasseler Bildungsleitbild wurde im Mai 2026 veröffentlicht und bei der Bundeskonferenz vorgestellt.

Mehr zur Kampagne

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